Magenmittel vom Markt genommen


BfArM widerruft die Zulassung
Magenmittel vom Markt genommen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ruft sämtliche in Deutschland erhältlichen Tropfen mit dem Wirkstoff Metoclopramid (MCP) zurück. Das Mittel kommt zum Beispiel bei Magenbeschwerden zum Einsatz. Ab sofort darf das Arzneimittel nur noch mit einem Wirkstoffgehalt von unter 1 mg/ml herausgegeben werden. Der Grund sind schwere Nebenwirkungen auf das Nervensystem.

Betroffene Patienten sollten sich beraten lassen

Alle bislang in Deutschland erhältlichen Metoclopramid-Tropfen weisen Konzentrationen zwischen 4 und 5 mg/ml auf. Damit sind sämtliche Tropfen-Präparate vom Rückruf betroffen. Für Kinder unter einem Jahr ist MCP jetzt verboten. Bei den übrigen MCP-Darreichungsformen, zum Beispiel Tabletten, verschärft das BfArM die Warnhinweise und schränkt die Anwendungsgebiete ein. Bisher häufige Anwendungsgebiete umfassen die Refluxkrankheit, Verdauungsstörungen und Reizmagen. Patienten, die bislang Metoclopramid einnehmen, sollten sich von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Bei Daueranwendung drohen Bewegungsstörungen

Im letzten Jahr hatte die europäische Aufsichtsbehörde EMA das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Metoclopramid neu bewertet. Hintergrund der Neubewertung war das bekannte Risiko für schwere Nebenwirkungen. Zu diesen zählen zum Beispiel Bewegungsstörungen der Gliedmaßen sowie unwillkürliche Bewegungsabläufe im Gesicht wie Zuckungen oder Grimassen. Das Risiko für diese unerwünschten Wirkungen steigt mit Dosis und Behandlungsdauer.

Nach der Neubewertung von Metoclopramid empfahl die EMA  Maßnahmen zur Risikominimierung MCP-haltiger Arzneimittel. In den Augen der EMA lässt sich das Risiko für schwere unerwünschte neurologische Ereignisse durch die Anwendung von niedrigeren Dosen von MCP und die Einschränkung der Behandlungsdauer minimieren. Das BfArM setzt diese Empfehlung nun um.

News

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
Baby bekommt Flüssigkeit mit  einer nadellosen Spritze eingegeben. So kann man Arzneimittel exakt dosieren.

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

7 Tipps fürs sichere Grillen
Kleines Mädchen steht mit einem Maiskolben in der Hand im sicheren Abstand vor einem Grill.

Kinder besonders gefährdet

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Garten, Terrasse oder Balkon wärmen, geht es für Viele mit dem Grillvergnügen los. Doch der Freizeitspaß kann gefährlich werden- vor allem für Kinder. Wer sich an unsere Tipps für sicheres Grillen hält, beugt Unfällen vor.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Forum-Apotheke
Inhaber Detlef Dittrich
Telefon 02065/67 64 63
E-Mail forumapotheke@t-online.de