Herzschwäche nach Herzinfarkt


Neuer Biomarker entdeckt
Herzschwäche nach Herzinfarkt

Ein deutsch-französisches Forscherteam hat einen neuen Biomarker im Blut von Herzinfarkt-Patienten gefunden, der es ihnen ermöglicht, den weiteren Krankheitsverlauf vorherzusagen. Die Wissenschaftler hoffen, mithilfe des Markers die Früherkennung einer chronischen Herzschwäche verbessern zu können und die Lebenserwartung durch eine frühe Therapie zu erhöhen.

Nach Herzinfarkt droht Herzschwäche

Mehr als 200.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt. 50.000 von ihnen sterben an dieser plötzlichen Durchblutungsstörung. Überlebende haben ein erhöhtes Risiko, eine chronische Herzschwäche zu entwickeln. Verantwortlich dafür sind Umbauprozesse am Herzen, die durch den Herzinfarkt ausgelöst werden.

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben in Zusammenarbeit mit französischen Wissenschaftlern einen neuen Biomarker im Blut der Herzinfarkt-Patienten gefunden, der es ihnen ermöglicht, den weiteren Krankheitsverlauf vorherzusagen. Es handelt sich um die Ribonukleinsäure LIPCAR. Für die Studie untersuchten die MHH-Forscher Blutproben von rund 800 Patienten.

LIPCAR kann Therapie optimieren

Bei Patienten, in deren Blut die Forscher LIPCAR nachweisen konnten, baute sich das Herz eher um als bei Patienten ohne LIPCAR. Dieser Umbauprozess mündete in eine schwere Herzschwäche. „Deshalb brauchen diese Patienten möglicherweise eine intensivere Therapie. Sie sollten häufiger untersucht und mit angepassten Medikamenten therapiert werden“, fordert Professor Dr. Dr. Thomas Thum, Leiter der LIPCAR-Studie vom MHH. Die Wissenschaftler berichten darüber hinaus: LIPCAR könne bei Patienten mit Herzschwäche mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob sie noch weniger oder mehr als drei Jahre leben.

„In drei bis fünf Jahren könnte dieser Biomarker in der Klinik einsetzbar sein“, prognostiziert Professor Thum. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, auf welche Weise LIPCAR die Umbauprozesse am Herzen beeinflusst.

News

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
Baby bekommt Flüssigkeit mit  einer nadellosen Spritze eingegeben. So kann man Arzneimittel exakt dosieren.

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

7 Tipps fürs sichere Grillen
Kleines Mädchen steht mit einem Maiskolben in der Hand im sicheren Abstand vor einem Grill.

Kinder besonders gefährdet

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Garten, Terrasse oder Balkon wärmen, geht es für Viele mit dem Grillvergnügen los. Doch der Freizeitspaß kann gefährlich werden- vor allem für Kinder. Wer sich an unsere Tipps für sicheres Grillen hält, beugt Unfällen vor.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Forum-Apotheke
Inhaber Detlef Dittrich
Telefon 02065/67 64 63
E-Mail forumapotheke@t-online.de