Retardtabletten und Arzneipflaster


Dumping-Effekt einfach vermeiden
Retardtabletten und Arzneipflaster

Sie wirken länger als andere Arzneiformen – Retardtabletten und Arzneipflaster. Doch bei unsachgemäßer Anwendung setzen sie den gesamten Wirkstoff auf einmal frei. Zum Glück ist dieser sogenannte Dumping-Effekt leicht zu vermeiden.

Bei Retardtabletten an Einnahmehinweise halten

Retardtabletten verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie ihren Wirkstoff retadiert – das heißt verzögert – freisetzen. So gewähren sie eine lange Wirkdauer und ersparen häufige Medikamenteneinnahmen. Meistens beruht der Effekt auf einer schwerlöslichen Umhüllung oder Grundmasse. Andere Retardtabletten bestehen aus verschiedenen Kammern. Wer die Tablette teilt oder auflöst, provoziert einen Dumping-Effekt, bei dem der gesamte Wirkstoff  auf einmal entleert. Dadurch nimmt die Wirkdauer ab und es droht eine Überdosierung. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, bei jedem neuen Medikament zu fragen, ob es geteilt oder aufgelöst werden darf. Entsprechende Angaben finden sich auch im Beipackzettel.

Arzneipflaster anwenden ohne Dumping-Effekt

Arzneipflaster wirken direkt über die Haut. Sie versprechen eine lange Wirkdauer, regelmäßige Wirkstoffspiegel und dürfen sogar beim Duschen auf der Haut bleiben. Allerdings bergen auch sie die Gefahr einer Überdosierung. Zum Dumping-Effekt kommt es, wenn der Anwender das Pflaster zerschneidet und dabei das Wirkstoffreservoir öffnet. Ungefährlich sind Matrixpflaster, bei denen der Wirkstoff in die Pflastergrundmasse eingearbeitet ist.

Tipps zur Anwendung von Arzneipflastern

Arzneipflaster eignen sich für die unbehaarte Haut von Oberarm und Oberkörper. Kommen die Pflaster auf verletzten oder entzündeten Stellen zu liegen, drohen Überdosierungen, weil der Arzneistoff leichter ins Blut gelangt. Der Patient wählt für jedes Pflaster eine neue Hautpartie. Nach dem Auflegen drückt er das Pflaster 30 Sekunden an. Pflaster mit dem morphinähnlichem Wirkstoff Fentanyl werden nach dem Gebrauch zusammengefaltet und zerschnitten.

Quelle: Landesapothekerkammer Bayern

News

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Kein Autismus durch Paracetamol
Kein Autismus durch Paracetamol

Einnahme bei Schwangeren sicher

Immer wieder wird behauptet, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft das Autismusrisiko beim Kind erhöht. Doch das ist nicht der Fall, wie eine aktuelle Metaanalyse erneut unterstreicht.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Forum-Apotheke
Inhaber Detlef Dittrich
Telefon 02065/67 64 63
E-Mail forumapotheke@t-online.de