Alzheimer-Früherkennung


8 Zeichen, auf die Sie achten sollten
Alzheimer-Früherkennung

Wo habe ich den Wohnungsschlüssel gleich nochmal? Viele Menschen fürchten, an Alzheimer zu erkranken. Bei welchen Anzeichen Sie zum Arzt gehen sollten und was normale altersbedingte Erscheinungen sind.

Die Zahl an Menschen mit Alzheimer wird in Zukunft bei der immer älter werdenden Bevölkerung zunehmen. Viele Menschen haben Angst, dass sie ebenfalls erkranken werden. Gedächtnislücken, zeitliche und räumliche Orientierungsschwierigkeiten oder emotionale Veränderungen sind einige der umgreifenden Veränderungen bei Alzheimer-Patienten. Doch wodurch unterscheiden sich natürliche Alterserscheinungen von Alzheimer-Symptomen? Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. stellt neun Symptome vor, die auf eine Erkrankung deuten können.

Bemerken Betroffene eines der folgenden Anzeichen zum wiederholten Male, ist es zunächst wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Betroffene sollten den Mut aufbringen und zum Arzt gehen. Es ist wichtig, möglichst früh die Ursachen der Vergesslichkeit abzuklären, um mögliche Ursachen zu behandeln. Das Verdrängen kognitiver Defizite schadet nur. Wird Alzheimer diagnostiziert, ist ein möglichst früher Therapiebeginn ratsam. Medikamente zur Verzögerung des Krankheitsprozesses wirken am besten im Anfangsstadium.

1. Gedächtnislücken

Besonders einschneidend sind die Gedächtnisstörungen, die zunächst das Kurzzeitgedächtnis betreffen. Sie machen sich durch das Vergessen von neuen Informationen bemerkbar: Termine werden verpasst, der Herd wird nicht ausgestellt und nur Erinnerungsnotizen garantieren, den Alltag zu bewältigen. Eine normale altersbedingte Veränderung ist demgegenüber, wenn einem Namen oder Verabredungen kurzzeitig entfallen, jedoch später wieder erinnert werden.
2. Schwierigkeiten beim Problemlösen und alltäglichen Handlungen

Langes Konzentrieren oder das vorausschauende Planen und Umsetzen bereitet Betroffenen zunehmend Probleme. Sie benötigen dafür deutlich mehr Zeit als früher. Alltägliche und routinemäßige Handlungen werden zudem als große Herausforderung wahrgenommen. Probleme tauchen beispielsweise auf im Umgang mit Zahlen, beim Begleichen von Rechnungen oder beim Kochen nach Rezepten.

Zerstreutheit, wenn viele Dinge gleichzeitig erledigt werden müssen und gelegentliche Unterstützung bei anspruchsvollen Alltagsanforderungen – beispielsweise beim Programmieren des Fernsehers – sind kein Anlass zur Sorge.

3. Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme

Orte oder Zeiten können nicht mehr eingeordnet werden .Typische Anzeichen sind das Vergessen der aktuellen Jahreszeit oder die Unfähigkeit, die Uhr zu lesen. Betroffene stehen in der Straße und wissen nicht mehr, wo sie sich befinden und wie sie wieder nach Hause gelangen. Im Vergleich dazu ist es nichts Besorgniserregendes, sich ab und zu im Wochentag zu irren und den Irrtum später wieder zu merken.

4. Wahrnehmungsstörungen

Betroffenen fällt es schwer, räumliche Dimensionen zu erfassen oder Farben und Kontraste wahrzunehmen. Das Wiedererkennen von vertrauten Gesichtern bereitet ebenfalls Schwierigkeiten. Eine normale altersbedingte Veränderung ist jeodch ein verändertes oder vermindertes Sehvermögen, beispielsweise aufgrund einer Linsentrübung wie beim Grauen Star.
5.  Neue Sprach- und Schreibschwäche

Viele Betroffene haben Mühe, einer Unterhaltung zu folgen und aktiv am Gespräch teilzunehmen. Sie verwenden unpassende Füllwörter oder haben Wortfindungsschwierigkeiten. Auch Wiederholungen können auf Alzheimer hinweisen. Keinen Anlass zur Beunruhigung ist jedoch das Problem, nicht gleich das richtige Wort zu finden.
6. Verlegen von Gegenständen

Personen mit Alzheimer lassen öfter Gegenstände liegen, teils an ungewöhnlichen Stellen. Hinzu kommt, dass Sie nicht mehr wissen, welche Funktion sie erfüllen. Schuhe im Kühlschrank oder Autoschlüssel im Briefkasten sollten die Alarmglocken schrillen lassen. Objekte hingegen hin und wieder zu verlegen und wiederzufinden, ist kein Anzeichen für Alzheimer.
7. Eingeschränktes Urteilsvermögen

Infolge der Erkrankung ist die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit oft beeinträchtigt. Dies zeigt sich etwa bei der Kleiderwahl (Winterstiefel im Sommer), im Umgang mit Geld oder bei der Körperpflege. Eine unüberlegt oder schlechte Entscheidung fällt jedoch jeder einmal.
8. Abnahme der Eigeninitiative und Rückzug aus dem sozialen Leben

Das Vernachlässigen der Hobbys sowie sportlicher und sozialer Aktivitäten weist auf eine mögliche Alzheimer-Erkrankung hin. Ursache hierfür ist beispielsweise, dass Betroffene Veränderungen an sich bemerken, die sie verunsichern. Ab und an für sich allein sein zu wollen, da man sich von der Arbeit, Familie oder sozialen Verpflichtungen überfordert fühlt, ist nichts Ungewöhnliches.
9. Emotionale und Verhaltensveränderungen

Starke Stimmungsschwankungen wie Angst, Ängstlichkeit oder unbegründete Traurigkeit können Folge einer Alzheimer-Erkrankung sein. Vorher nicht täglich empfundene Emotionen führen zu veränderten Verhaltensweisen: Starkes Unbehagen in fremden Räumen, plötzliches Misstrauen, aggressives Verhalten oder Gefühle der Ohnmacht oder Rastlosigkeit sind für Alzheimer charakteristisch. Eine normale altersbedingte Veränderung ist hingegen beispielsweise die Irritation, wenn geregelte Alltagsabläufe geändert oder unterbrochen werden.

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

News

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Forum-Apotheke
Inhaber Detlef Dittrich
Telefon 02065/67 64 63
E-Mail forumapotheke@t-online.de